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Der Freiburger Komponist Michael Fleiner gründete
seine Musikgruppe FIEBRE LATINA 1999, um
seine Kompositionen und Arrangements zum Leben zu erwecken und
diese dem Publikum anhand von Konzerten und Plattenaufnahmen zu
präsentieren. In seinen Stücken findet man sowohl
Jazzharmonien, zeitgenössische Rhythmuskonzepte, traditionelle
und moderne lateinamerikanische Musik, als auch dodekaphonische
und serielle Ideen der europäischen Konzertmusik. Das Ganze
aber immer eingebettet in einen groovigen, "heissen",
karibischen Rhythmus.
Die Einflüsse Fleiners Kompositionen stammen vor allem von seinem vierjährigen
Aufenthalt in Kolumbien her (1989-1993). Er hat sich dort nicht nur dem
intensiven klassischen Studium an der Universität gewidmet, sondern hat auch
das ganze lateinamerikanische Ambiente mit seiner stark präsenten Musik auf
sich einwirken lassen, und von den einheimischen Musikern die Essenzen der
Salsa entdeckt. Die Jazzkenntnisse und -einflüsse holte er sich später an der
Swiss Jazz School in Bern (Schweiz), an er sich auch diplomierte.
Das SEPTETO INTERNACIONAL (neuer Name der ehemaligen Gruppe FIEBRE LATINA)
besteht aus sieben Musikern:
Altsaxophon, Tenorsaxophon und Posaune bilden eine gemischte Bläsersektion aus
"Holz" und "Blech". Die Blechbläser, wichtiger Bestandteil der
lateinamerikanischen Musik, werden aber "nur" von der Posaune repräsentiert.
Das Lead-Altsaxophon, gestützt vom Tenorsaxophon, ersetzt die legendäre
Trompete. Dadurch klingt der Bläsersatz weicher, jedoch mit der Präsenz und dem
kraftvollen Spiel eines Blechbläsers, der Posaune.
Die Perkussionsgruppe besteht aus Congas und Schlagzeug. Die Congas, festes
Bestandteil jeder grösseren Latin Jazz- oder Salsa- Band, stehen für die
afrokubanische Tradition. Das Schlagzeug, vielseitig eingesetztes Instrument,
ersetzt das Timbales und bringt dadurch jazzigeren Sound in die Band.
Kontrabass und Klavier, Instrumente die auch im Jazz sehr präsent sind,
verbinden die Bläser mit der Rhythmusgruppe und verdeutlichen die Harmonien der
Kompositionen. Ausserdem kreieren sie mit ihren typischen Begleitmustern -
sprich "Montunos" und "Tumbados" - die unverkennbaren Klischees der Salsa.
Jedes Instrument hat seinen Platz und seine Wichtigkeit für eine optimale
Fusion zwischen Jazz und afrokubanischer Musik.
Der gelegentlich eingesetze Chorgesang erinnert an die legendäre Salsamusik,
ohne diese jedoch zu imitieren.
Das Repertoire des SEPTETO INTERNACIONAL unterscheidet sich bewusst von der
legendären Salsa, bildet jedoch eine Verbindung von instrumentaler und
gesungener Musik.
Man könnte diesen Stil als INSTRUMENTALE SALSA MIT CHORGESANG bezeichnen.
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